Nachdem wir uns bei Efendi mit Mocca eingedeckt haben, gehen wir in den Bazar – und sind überrascht. Nur wenige Stände verkaufen wirklich Gewürze, Trockenfrüchte, Hülsenfrüchte, Obst und andere Leckereien. Ganz viele haben schlichtweg nur kitschigen Touristenkram wie orientalisch gemusterte Lampen, Tücher, Plastikspielzeuge oder gefälschte Gucci-Sonnenbrillen. Auch Jörg, unser Fotograf, ist sehr missmutig. Gerade hat er sich von einem Verkäufer unechten Safran andrehen lassen (Ali und ich haben an den viel zu dicken Fäden die Fälschung erkannt) und jetzt findet er keine passende Kulisse, um Ali zu fotografieren. „Sogar in Paris gibt es bessere Gewürzmärkte und ob wir jemals in Thailand auf einem Markt gewesen wären?” fragt er. Nein, waren wir nicht, trotzdem brauchen wir einen schönen Marktstand zum Fotografieren. Beim zweiten Rundgang finden wir ihn: Ein buntes Mosaik aus duftenden Gewürzen, Kräutern, Nüssen, frischem Obst und Süßigkeiten. Und auch der Besitzer ist hocherfreut über unser Anliegen. Wie ein Profimodel stellt er sich neben Ali, legt seinen Arm um seine Schulter, lacht Jörg an und das Bild ist im Kasten. Dann holt er von hinten ein großes Stück Pappkarton auf der eine Reihe Fotos kleben. Stolz zeigt der Besitzer auf die Bilder, „Da bin ich mit Sting und da mit Ozzy Osbourne und da stehe ich neben Helmut Kohl,” erzählt er. Wir grinsen im Duo, anscheinend waren wir nicht die ersten, die diesen Stand so fotogen finden.
Fotoshooting im Gewürzbazar
Kommentare (1)
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Claudia Muir schreibt am 20. Februar 2009 um 10:18



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