essen & trinken – Redaktionsblog

Last-Minute-Brot – in ca. 21 Stunden

Karin Hellwig Karin Hellwig
24. November 2008
6 Kommentare

Krustenbrot aus dem Topf

Krustenbrot aus dem Topf

Als ich am Samstag vom Wochenendeinkauf zurückkomme, habe ich doch glatt das Brot vergessen. Es ist kalt und ich habe keine Lust noch einmal rauszugehen. Wie gut, dass wir im November-Heft 2008 von »essen&trinken« so ein tolles Rezept haben. Ein Krustenbrot aus dem Topf. Protokoll einer 18-Stunden-Schicht.

Also ab in die Küche. Seite 129 aufgeschlagen – habe ich alle Zutaten? Kein Dinkelmehl im Hause, also nehme ich Weizenmehl Type 550. Alles andere ist da. Mein Teig wird nicht so weich, also nehme ich mehr Bier. Ist ja auch ein Triebmittel. Fertig. Jetzt muss der Teig 18 Stunden gehen. Den Wecker auf 7 Uhr gestellt. Aufstehen und weiter im Rezept. 30 Minuten backen, dann ohne Deckel weitere 18 Minuten.

Um 10 Uhr habe ich endlich lauwarmes Krustenbrot. Dazu esse ich Butter und selbstgemachtes Quittengelee – einfach köstlich.

Für alle zum Nachbacken hier das Rezept:

Krustenbrot aus dem Topf

Zutaten für 12 Scheiben:

425 g Dinkelmehl

1/4 Tl Trockenhefe

1 1/2 Tl Salz

100 ml helles Bier (z.B. Pils, zimmerwarm)

1 El Weißweinessig

Mehl und Öl zum Bearbeiten

1. Mehl, Hefe und Salz in einer Schüssel mischen. 200 ml lauwarmes Wasser, Bier und Essig zugeben und mit einem Rührlöffel schnell glatt rühren (der Teig ist ziemlich flüssig). Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken. Teig bei Zimmertemperatur 18 Stunden gehen lassen.

2. Den weichen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche von einer Seite zur anderen und von oben nach unten klappen: Den Vorgang ca. 10-15 mal wiederholen. Einen Bogen Backpapier (ca. 45 x 30 cm) in eine runde Form (24 cm Durchmesser) legen, Teig daraufgeben.

3. Klarsichtfolie auf einer Seite mit Öl bestreichen und den Teig mit der geölten Folienseite nach unten abdecken. Teig bei Zimmertemperatur 2 Stunden gehen lassen.

4. Einen gusseisernen Bräter mit Deckel (24 cm Durchmesser) auf einen Rost auf die unterste Schiene in den Ofen stellen. Ofen auf 250 Grad (Gas 5, Umluft nicht empfehlenswert) vorheizen. Folie vom Teig nehmen. Teig mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden, leicht mit Mehl bestäuben und mit dem Papier in den heißen Bräter setzen. Teig im Bräter zugedeckt 30 Minuten backen.

5. Den Deckel vom Bräter nehmen und das Brot bei 200 Grad (Gas 3-4) 15-18 Minuten weiterbacken. Brot auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Foto: Heino Banderob

Kommentare (6)

  1. Das Brot habe ich ausprobiert – es ist köstlich und lediglich der Zeitaufwand ist etwas grösser. Aber wir haben es ins Standardprogramm aufgenommen! Bedauerlich finde ich, dass “La Tavola” von Frau Marion Michels, haargenau das selbe Rezept in der Januar/Februar 2009 Ausgabe verwendet, ohne eine Quelle anzugeben.
    Was man nicht alles lernt!

  2. Auch ich habe mich dran versucht und bin ebenso begeistert. Habe es auch in mein Repertoire aufgenommen. Danke für den Tipp Frau Hellwig :)
    http://www.bilder-hochladen.net/files/9mgw-3-jpg.html

  3. Ich habe das Brot schon im November 2008 gebacken. Da stand es gerade in der damaligen Zeitschrift von e&t. Da wir ein großer Haushalt sind, habe ich die Menge verdoppelt – diese Vorgehensweise (das Verdoppeln eines Rezeptes) ist normalerweise nie ein Problem. Bei diesem Brot allerdings schon: Im Endeffekt ist es zwar noch was geworden (siehe Link zum Foto), sah ganz passabel aus und hat auch geschmeckt. Aber die Zubereitung war alles andere als “simpel” – der Teig klebte und nichts klappte so, wie es im Rezept beschrieben war. Dank meiner langjährigen Brotbackerfahrung habe ich die ganze Sache noch “hingebogen” – ein Anfänger wäre allerdings gescheitert. Eure Begeisterung kann ich leider nicht teilen … Wir hatten seinerzeit (im November 2008) einen extra “Krustenbrot-Thread” im Forum. Dort habe ich alles detailliert beschrieben und ich war meines Wissens nicht die Einzige mit diesen Problemen. Hier der Link zum Foto:
    http://www.bilder-hochladen.net/files/8q21-a-jpg.html

  4. Nachdem ich nun wider Erwarten doch noch unter meinem alten Nicknamen hier im Blog schreiben kann, habe ich mal den Link von unserem “Krustenbrot-Thread” kopiert. Dort kann man unsere Erfahrungsberichte nochmal nachlesen.
    http://www.essen-und-trinken.de/forum/backen-tipps-tricks/2147-krustenbrot-aus-dem-topf.html
    Gruß, Kassandra

  5. Hallo,habe vor ein paar Minuten das Krustenbrot
    angesetzt. Bin gespannt was dabei rauskommt.

    Liebe Grüsse Urse

  6. Hallole,
    wollte nur kurz berichten,das Brot ist
    super! es war auch kein Problem vom Teig her.
    Werde es ganz sicher wieder backen.Mein Mann und ich
    werden es heute genüsslich zum Vespe genießen.

    Ganz liebe Grüße Urse

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