essen & trinken – Redaktionsblog

Weihnachten in Rom

Claudia Muir Claudia Muir
19. Dezember 2008
4 Kommentare

Rom von oben

Rom von oben

Anlass meines Besuches in Rom ist ein Treffen mit dem Drei-Sterne-Koch Heinz Beck, der im Restaurant La Pergola, Hotel Rome Cavalieri, kocht. Er soll dem Fotografen Joerg Lehmann und mir seine kulinarischen Geheimtipps der Hauptstadt zeigen. Die verrate ich Ihnen demnächst in der »essen&trinken«.

Klar, dass ich im Zentrum des Weltkatholizismus nicht lange nach Weihnachten suchen muss. In den Schaufenstern der Lebensmittelläden stapeln sich riesige festlich verpackte Pralinenschachteln, bunte Bonbonnieren, Nougat und Panettone, der italienische Weihnachtskuchen. Das süße Hefegebäck mit Rosinen wird nach der Messe am Heiligabend gegessen. Dazu trinken die Römer ein Glas Prosecco. In der besten Eisdiele der Stadt, dem Giolitti, schmeckt nicht nur das Eis einfach göttlich, auch die Kuchen sind spektakulär. Hier kaufen die Römer gern die fragilen Krippen aus Schoko-Mürbeteig und Zuckerguss.

Den schönsten Weihnachtsmarkt mit beeindruckender Kulisse finde ich auf der Piazza Navona. Schon von weitem duftet es nach Zuckerwatte und kandierten Äpfeln. Rund um den barocken Vier-Ströme-Brunnen stehen Stände mit Geschenkartikeln, Spielwaren, Holzschnitzereien, ein Karussell und Süßigkeiten. Umrahmt ist der hell erleuchtete Markt von alten Palästen.

Und noch ein Superlativ: die 33 Meter hohe Fichte, die traditionell neben der Weihnachtskrippe im Zentrum des Petersplatzes steht. Der vatikanische Weihnachtsbaum wird jedes Jahr von einem Staat an den Papst verschenkt. Dieses Jahr kommt er aus dem Klostertal bei Gutenstein, Niederösterreich. Der Baum ist geschmückt mit silbernem Lametta, 2000 bunten Leuchtkugeln und einem leuchtenden Stern.

Kommentare (4)

  1. Rom und *Giolitti* kenne ich auch aus der Herbstzeit.
    Daher bin ich gespannt, was Sie aus der Adventszeit und von Herrn Beck berichten werden. Wann erscheint der Bericht?

  2. Die Planung sieht März vor …

  3. “Den schönsten Weihnachtsmarkt….”
    Die Piazza Navona meide ich stets zu dieser Jahreszeit, denn auf einer der schönsten Plätze der Welt diese Ansammlung von neonbeleuchtenten Einheitsschießbuden, in denen man auch Fußballtrikots verkauft, Unmengen von glitzernden Luftballons oder Plastikadventskränze, ist einfach nur scheußlich! Nicht einmal schöne Dekosachen oder Kerzen sind da zu haben. Da ist keinerlei Weihnachtsatmosphäre, keine Stimmung, eben keine Tradition. Ein paar pappige rotlackierte Äpfel aus der Fabrik und ein Stand mit dem obligatorischen Spanferkel aus Ariccia machen noch keinen Ort, dem man gerne in der Vorweihnachtszeit einen Besuch abstattet. Ich finde diesen Markt einfach nur
    grauenhaft! Und – als “Insider” darf ich sagen – das beste Eis gibt es bein San Crispino. Giolitti hat schon seit langem abgedankt, auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält. Beck allerdings hat wirklich seine Sterne verdient.

  4. Danke für Deine persönliche aktuelle Schilderung, liebe Ariane. Beck kennen wir noch aus Zeiten, als er nicht in Rom kochte und selbst da war er schon gut. Giolitti und der Campo de Fiori waren für uns vor 10 Jahren ein Erlebnis! Aber scheinbar hat sich in diesen Jahren viel in Rom getan, hoffentlich auch Positives.;)

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