essen & trinken – Redaktionsblog

Der Schoko-Weihnachtsmann

Saskia Fehrholz Saskia Fehrholz
25. Dezember 2008
1 Kommentar

Da steht er – der Weihnachtsmann aus Schokolade. Milde lächelnd schaut er uns an, zwinkert uns manchmal sogar zu. Sein Mantel besteht aus glitzerndem Papier, oft in Rot und Gold. Edel sieht er aus, charmant, freundlich, lieb … und lecker! Uns läuft das Wasser im Munde zusammen. Und dann kommt sie – die große Frage: Wie esse ich diesen freundlichen Gesellen nun?

Wie gehen wir am besten vor? Gerade noch haben wir uns regelrecht mit dem Schoko-Weihnachtsmann angefreundet, haben ihn betrachtet, womöglich sogar zurück gezwinkert. Nun soll er unseren Gaumen erfreuen. Schon beim Öffnen des Glitzer-Mantels gibt es Unterschiede: Die einen wollen es schnell hinter sich bringen, reißen dem Schoko-Mann förmlich die Kleider vom Leib. Die anderen gehen ganz behutsam vor, genießen die süße Vorfreude. Nach dem Entblättern kommt das Essen. Spätestens hier rächt sich, dass wir uns gerade noch mit dem köstlichen Weihnachtsmann persönlich befasst haben. Als einfache Faustregel gilt: Je tiefer die emotionale Bindung zum Schoko-Mann, desto schwieriger der Genuss-Vorgang. Doch einmal muss es ja sein: Viele beißen zuerst den Kopf ab, ich kenne aber auch Menschen, die einmal mit der Faust auf den Schoko-Weihnachtsmann hauen. Er zerfällt dann direkt in mundgerechte Portionen, und der alte Grundsatz ist erfüllt: “Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.” Denn wieder andere schaffen weder das Entkleiden noch das Essen des Schoko-Freundes. Bei ihnen steht er im Regal, bekommt jedes Jahr neue Brüder und gilt irgendwann als Antiquität. Aber ist das die wahre Bestimmung des Schokoladen-Weihnachtsmannes?

Wie essen Sie Ihren Schoko-Weihnachtsmann?

Kommentare (1)

  1. Also wenn dann radikal Kopf ab :(
    Damit er nichts mehr merkt;)

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