essen & trinken – Redaktionsblog

Gustatorische Expeditionen

ananas2Die Arbeit in einer Redaktion, die sich tagein, tagaus mit den Themen Essen und Trinken auseinandersetzt, hat ganz offenbar Auswirkungen auf die persönliche Wahrnehmung. Und nein, damit ist nicht der Blick auf die Waage gemeint. Es geht vielmehr um den Geschmackssinn, in Fachdeutsch: Gustatorik.

Kürzlich schrieb ich ja bereits über meine neu entdeckte Liebe für Oliven. Das war gestern. Heute geht es auf zu neuen kulinarischen Ufern und in eine ganz andere Richtung. Genauer: Es geht um die Königin der Früchte. Gut, der Fairness halber muss man zugeben, dass mittlerweile ein halbes Dutzend Früchte aus aller Welt diesen Titel verliehen bekommen haben, aber halbwegs majestätisch bleibt nur eine: die Ananas. Und diese Ananas war für mich seit Kindesbein der Inbegriff des Ungenießbaren. Stichwort Toast Hawaii. Daran erinnere ich mich mit Grausen. Es folgten weitere vorsichtige Versuche: auf Pizza, im Obstsalat, sogar pur. Es blieb eine geschmackliche Katastrophe.

Was das jetzt alles mit meiner Arbeit zu tun hat? Schauen Sie sich die neuen Videos in der Kochschule an. Eines davon erklärt, wie frische Ananas verarbeitet wird. Im Zuge meiner Arbeit an dem Video habe ich es mir – sagen wir gefühlte 10 Mal angesehen. Konsequenz: Keine 24 Stunden später gab es Ananas. Und Sie werden wissen, worauf ich hinaus will: Sie schmeckte tatsächlich hervorragend.

Über die Ursachen bin ich mir im Unklaren. Verändert dauerhafte visuelle Durchdringung den Geschmackssinn? Bin ich einem wissenschaftlichen Wunder auf der Spur? Vielleicht können Sie helfen.

Foto: www.flickr.com

Kommentare (7)

  1. Morgen Stefan!!!

    Vllt. hat das Video einfach was im Gehirn angeregt und unterbewusst “gesagt”,das du sie doch nocheinmal kosten solltest??!!Ich mein,die Werbung macht ja nichts anderes.Mit anregenden Bildern versuchen,die Leute dazu zu bringen das Produkt zu kaufen.
    Aber die Hauptsache ist doch,das sie schmeckt :)
    Ich LIEBE frische Ananas:)

  2. Hallo Stefan,
    viell. lag es aber auch an der richtig ausgereiften Frucht. Ich selber liebe Ananas. Leider erhält man hier aber oft unreife Exemplare u die schmecken dann wenig oder lassen die Zunge brennen usw.

  3. @ benabar, dann lieber eine weniger und die Flugananas kaufen. Damit hatte ich noch nie Probleme und sie schmecken deutlich süßer als die Ananas aus den Supermärkten.
    Frage an alle: Ist es richtig, dass man die Reife daran messen kann, wie leicht sich die Blätter von der Frucht lösen?

  4. Morgen Biggi!!!

    Ja auch.Einfach oben aus der Mitte ein Blatt lösen,geht es leicht,ist sie gut.Weiteres (wichtiges) Merkmal…unten am Strunk riechen.Duftet dieser überhaupt oder süß,ist sie auch gut.UND…auf leichtem Druck gibt sie ein wenig nach.
    Bin Ananas-Expertin;)

  5. Ob das wirklich was mit dem Video zu tun hatte?
    Meist verändert sich der Geschmack im Laufe des Lebens (Sie meinten ja, sie hätten die Erinnerungen daran aus dem Kindesalter).
    Ich hatte als Kind Oliven und rohe Tomaten GEHASST.
    Vor ein paar jahren, hab ich es dann einfach noch einmal auprobiert. Richtig gute Tomaten aus Omas Garten und Oliven vom Markt. Und, oh Wunder, Ich fand sie herrlich. Seitdem gehöhren sie zu meiner “Standart-Vorrats-Ausstattung” ;)

  6. Geruchsprobe am Strunk nehme ich auch immer vor- das mit dem Blatt paßt nicht immer. Eine gelbe äußere Farbe alleine sagt noch nix über den Reifegrad aus-auch grünliche Töne beinhalten leckere Früchte. Wie bei allen unter Schale versteckten Früchten, bleibt ein Quntum an Überraschung. Wie mosi schon schreib, lieber eine reife Flugananas als viele billigere Flops.

  7. Hi,

    wir lieben Ananas in allen Varianten und haben fast jede Woche eine zu Hause. Ohne fehlt uns irgendwie etwas. Komme gerade vom Einkaufenund wieder hat es ein Exemplar in den Einkaufskorb gescgafft.

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