essen & trinken – Redaktionsblog

Flammeri und Pudding

Orangen-Basilikum-Flammeri mit Erdbeersauce

Orangen-Basilikum-Flammeri mit Erdbeersauce

Kleine Vorschau für alle die gern Süßes mögen. Wir haben gerade in unserer Versuchsküche von essen&trinken Rezepte für Flammeries entwickelt. Und während die Redakteure die köstlichen Kreationen wie Ingwer-Polenta-Flammeri oder Orangen-Basilikum-Flammeri probierten, fragten sich unser Koch Jürgen und ich, was ist eigentlich der Unterschied zwischen Pudding und Flammeri?

Also zunächst ist das die Zubereitungsart. Für eine Flammeri (der Begriff kommt von Flammer, das französische Wort für sengen oder auflodern – und ist weiblich) wird Reis, Grieß, Sago, Mondamin oder auch andere Getreide in meist gesüßter, aromatisierter Flüssigkeit gekocht. Das kann Milch oder auch Wein sein, verfeinert zum Beispiel mit Vanille, Schokolade oder Minze. Hier kann jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen. Dann wird steif geschlagenes Eiweiß oder Gelatine untergehoben und die Masse in einer Form für mindestens sechs Stunden gekühlt. Richtig komplett ist das Dessert erst, wenn es noch eine Sauce aus pürierten Früchten dazu bekommt.

Ein Pudding dagegen kann pikant oder süß, warm oder kalt sein. Und: Er wird in einer speziellen, verschließbaren Form im Wasserbad gekocht. Die Masse bekommt dort eine Bindung aus Eiern und gart so lange bis sie fest ist. Diese traditionelle Zubereitungsart ist leider zeitaufwendig, aber es lohnt sich. Das, was die meisten sich aus Pulvern zusammenrühren, ist also eher eine Flammeri als ein Pudding.

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