
Spiegelei von der Wachtel
Wieder einmal Küchenpremiere: Auf der Suche nach weißen Bio-Eiern (gibt es die tatsächlich oder handelt es sich um einen Mythos?) bin ich im Supermarkt zufällig auf etwas anderes, viel spannenderes gestoßen: Wachteleier.
Hatte ich noch nie gegessen, geschweige denn zubereitet und überhaupt immer für immens teuer gehalten. Dabei ist man für 16 Eier schon mit zwei Euro dabei. Das ist human, also wanderten die Eier in den Einkaufswagen.
Bei unbekannten Produkten stellt sich dann natürlich grundsätzlich die Frage: wie verarbeiten? Kochen (wie lange wohl bei der Größe?), pochieren oder doch als Rührei? Nach etwas Internetrecherche entschied ich mich für das klassische Spiegelei. Da kann man erstmal nicht so wahnsinnig viel falsch machen. Dachte ich.
Vor die erste Herausforderung wurde ich allerdings bereits vor dem eigentlichen Braten gestellt. Offenbar haben es sich Wachteln zu einer ihrer Herzensangelegenheiten gemacht, ihre Eier besonders robust zu machen. Denn unter der Schale befindet sich eine äußerst widerstandsfähige Haut. Und da die Eier sehr klein sind, ist es dementsprechend schwer, sie sauber aufzuschlagen und formschön in die Pfanne zu bekommen. Ein scharfes Messer, mit dem man die Eier einmal anschlägt, ist da enorm hilfreich.
Geschmacklich haben mich die Wachteleier absolut überzeugt. Sie schmecken etwas würziger und aromatischer als Hühnereier und – das Auge isst ja bekanntlich mit – sie sehen besser aus. Sofern das mit dem Aufschlagen klappt. Vielleicht ist die gekochte Variante da die einfachere!? Zu Ostern auf alle Fälle eine abwechslungsreiche Alternative zum Hühnerei, das man ja in aller Regel spätestens am Ostermontag nicht mehr sehen kann.


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