
Vorbereitete Medaillons
Nachdem die essen&trinken Kochschule schon mein Verhältnis zur Ananas zumindest verbessert hat, blieb auch die Arbeit an den neuen Fleisch-Videos nicht folgenlos. Besonders appetitlich erschienen mir diesmal die Medaillons.
Also hieß es für mich: Ab zum Schlachter, Rind und durchwachsenen Speck einkaufen und nachmachen. Übrigens, für alle, die kein Küchengarn zu Hause haben: Es lohnt sich, beim Schlachter einfach mal danach zu fragen. Ich habe zumindest welches als kostenlose Zugabe dazubekommen, nachdem ich in mehreren Supermärkten vergeblich danach gesucht hatte.
Die Zubereitung ist eigentlich ganz leicht (und wird in der Kochschule natürlich viel genauer beschrieben): Man wickelt den Speck um die Medaillons, umbindet das Ganze mit Küchengarn und steckt kleine Rosmarinzweige zwischen Fleisch und Garn. Hört sich einfach an, ist zugegebenermaßen aber eine mitunter recht komplizierte Angelegenheit. Zum einen rutscht das Garn gerne vom Fleisch, zum anderen knicken besonders noch relativ weiche Rosmarinzweige oft ab.

Voilà: Rinder-Medaillon à la Kochschule
Aber: Der Aufwand lohnt sich zweifellos, denn das Ergebnis schmeckt trotz (oder wegen?) der Schlichtheit des Rezepts phänomenal. Die Speckstreifen verleihen dem Medaillon eine angenehme Würze, sodass das Fleisch nur noch sehr sparsam gesalzen werden muss. Der Rosmarin verleiht dem Ganzen schließlich noch ein mediterranes Aroma und rundet das Geschmackserlebnis ab. Natürlich spielt auch die Fleisch-Qualität eine große Rolle – auf Supermarktware sollte man besser verzichten.
Mein dringender Ratschlag: Ausprobieren und nachkochen. Es lohnt sich.


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