
Waldmeisterbowle mit Äpfeln
Bowlen sind toll, denn sie verbreiten augenblicklich Partylaune: Cocktails sind für Individualisten und Bowlen für ganze Scharen – mit und ohne Familienbande. Was die Zutaten anbelangt sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Grundsätzlich gilt: Wein mit Früchten und Spirituosen ansetzen, mit Sekt auffüllen, dekorieren. Fertig.
Aber im Mai hat natürlich Maibowle Saison. Und das Getränk aus Waldmeister, Wein und Sekt hat Tradition: Die erste Erwähnung datiert immerhin aus anno 854! Aber Achtung, das Waldmeister-Sträußchen anwelken lassen, das bündelt die Aromen. Dann immer kopfüber in den Wein hängen, so kommen nur die Blätter mit der Flüssigkeit in Berührung. Und die Ziehdauer nicht wesentlich über 10 Minuten ausdehnen. Dann wird nicht zuviel Cumarin ausgelöst, das im Übermaß genossen Kopfschmerzen verursacht.
Apropos Kopfschmerzen. Bei hochsommerlichen Temperaturen gilt: Sekt ist gut, aber sprudelndes Mineralwasser ist genauso cool und drosselt den Alkoholgehalt. Eiswürfel aus Wasser gehören dennoch nicht in die Bowle. Sie verwässern den Geschmack zu sehr. Lieber die Zutaten vorkühlen und das Gefäß auf Eis stellen.
Der Name kommt übrigens wie beim Bowling von der runden Kugel. Bei der Bowle ist damit allerdings die große Schüssel gemeint, in der sie auf den Tisch kommt. Englisch: bowl.
Foto: Stefan Thurmann


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