Nachmittags im Büro: Das Mittagsessen liegt einige Stunden zurück, ein leichter Appetit kommt auf. Bei mir hieß das bislang: Schokolade! Nun muss ich aber doch feststellen, dass das zwar wunderbar gegen den Nachmittagsblues wirkt, auf Dauer aber doch das ein oder andere Pfündchen auf meine Hüften und sonstige Körperteile bringt.
Die verblüffende Lösung für mich: Kaugummi. Quasi “back to the roots”: Als Kind habe ich es geliebt. Da gab es zum Beispiel diese dicken Kugeln, die die Zunge bunt gefärbt haben und einen Kaugummikern hatten. Oder dieses Eis mit dem Kaugummi im Stiel. Oder das Kaugummi, mit dem man Mega-Blasen machen konnte. Großartig! Dann als Jugendliche fand ich Kaugummi-Kauen einfach cool. Der Geschmack war nebensächlich, wichtig war nur, dass man beim Kauen leicht gelangweilt und unnahbar aussah.
Dann kamen für das Kaugummi und mich lange Jahre der Trennung. Ich habe es regelrecht verteufelt: Kauen nur um zu kauen, erschien mir irgendwie sinnlos. Überdies freute mein Magen sich immer auf die zu erwartenden Speisen und reagierte pikiert, wenn nichts ankam.
Heute nun bin ich schier erstaunt über die vielen Sorten, die während meiner Abstinenz auf den Markt gekommen sind. Manche haben den extra “Wellness-Faktor”, andere reinigen die Zähne und wieder andere machen durch ihre Zutaten munter. Mein Umgang mit dem Kaugummi ist reifer geworden: Ich kaue es nur so lange, wie es auch schmeckt. Dieses kurze Austricksen hält auch mein Magen aus. Das Kauen macht wach, der Geschmack im Mund wird auf Himbeer, Erdbeer oder Lemongras gedreht und mein Süß-Hunger ist gestillt, ohne viele Kalorien zu mir zu nehmen. Manchmal entdeckt man Dinge eben einfach wieder …
Foto: privat

Kommentare & Trackbacks