Oft ist es so: Ich schreibe für ein Rezept, das ich nachkochen möchte, einen Einkaufszettel und noch bevor ich mir im Supermarkt einen Wagen organisiert habe ist das Ding verschwunden! Unzählige Male stand ich deshalb verärgert im Laden und suchte wie wild in jedem Winkel meiner Handtasche. Nix, der blöde Zettel blieb verschwunden. Skurril: Zu Hause angekommen fiel er mir meist ganz selbstverständlich aus irgendeiner Seitentasche, die ich zuvor mindestens 10 mal im Supermarkt durchsucht hatte, entgegen. Das Handtaschenkochbuch könnte meine Rettung sein. Es hat die perfekte Größe, nicht zu klein und nicht zu groß, ich kann es also sofort in den Tiefen meiner Handtasche finden. Schwer, wie manch andere Kochbücher die man ohne Probleme auch als Hantelersatz mit ins Fitnessstudio nehmen könnte, ist es auch nicht. Das Handtaschenkochbuch hat aber noch einen weiteren Vorteil: sollte man spontan Lust auf grüne Spargelsuppe mit Lachs, serbisches Puten-Reisfleisch oder Schupfnudeln mit Himbeersauce haben, ist das Rezept sofort zur Hand. Als Frau frage ich mich jetzt natürlich, ob ich meinen alten Gaskocher nicht auch noch in meine Handtasche quetschen sollte.
Martina Kittler: “Handtaschenkochbuch”, Gräfe & Unzer, 160 Seiten, 9,90 Euro
Foto: privat


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