Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Obst und Gemüse?
Mit dieser schlichten Frage kann man so manchen Ernährungswissenschaftler in Verlegenheit bringen, mich als angehende Ökotrophologin eingeschlossen! Die Antwort ist eine Aneinanderreihung von verschiedenen Aspekten. Zum einen ist Obst ein Sammelbegriff für die Früchte von mehrjährigen Pflanzen, die aus den Blüten entstehen. Man kann es roh verzehren und wegen des meist hohen Wassergehaltes gut zu Säften verarbeiten. Die bunten Früchte locken nicht nur Insekten und Vögel an – nützlich um die Samen zu verbreiten – sondern auch Gourmets und machen sich gut als bunte Dekoration oder verfeinern mit Süße und/oder Säure viele Desserts.
Gemüse hingegen wächst meist einjährig und besteht aus Pflanzenteilen wie Blättern und Wurzeln. Ursprünglich kommt der Begriff von „Mus”, da man Gemüse meist nicht roh verzehrt hat, sondern früher einfach ein Brei daraus gekocht wurde. Ernährungsphysiologisch ist das heutzutage überholt und um die Nährstoffe zu erhalten bereitet man das Gemüse schonend zu, indem man es dämpft oder blanchiert.
Doch diese Erklärungen treffen nicht immer zu und ein Rest Unsicherheit bleibt. Interessant wird es nämlich bei Grenzfällen wie der Melone. Botanisch gesehen könnte man diese einjährige Pflanze zu den Gemüsen zählen, da es in der Küche aber mehr um den Geschmack geht, genießen wir die frische Furcht dank ihrer Süße aber als Obst!
Foto: PhotoRack


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