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Obst und Gemüse: Der kleine Unterschied

meloneWas ist eigentlich der Unterschied zwischen Obst und Gemüse?
Mit dieser schlichten Frage kann man so manchen Ernährungswissenschaftler in Verlegenheit bringen, mich als angehende Ökotrophologin eingeschlossen! Die Antwort ist eine Aneinanderreihung von verschiedenen Aspekten. Zum einen ist Obst ein Sammelbegriff für die Früchte von mehrjährigen Pflanzen, die aus den Blüten entstehen. Man kann es roh verzehren und wegen des meist hohen Wassergehaltes gut zu Säften verarbeiten. Die bunten Früchte locken nicht nur Insekten und Vögel an – nützlich um die Samen zu verbreiten – sondern auch Gourmets und machen sich gut als bunte Dekoration oder verfeinern mit Süße und/oder Säure viele Desserts.
Gemüse hingegen wächst meist einjährig und besteht aus Pflanzenteilen wie Blättern und Wurzeln. Ursprünglich kommt der Begriff von „Mus”, da man Gemüse meist nicht roh verzehrt hat, sondern früher einfach ein Brei daraus gekocht wurde. Ernährungsphysiologisch ist das heutzutage überholt und um die Nährstoffe zu erhalten bereitet man das Gemüse schonend zu, indem man es dämpft oder blanchiert.

Doch diese Erklärungen treffen nicht immer zu und ein Rest Unsicherheit bleibt. Interessant wird es nämlich bei Grenzfällen wie der Melone. Botanisch gesehen könnte man diese einjährige Pflanze zu den Gemüsen zählen, da es in der Küche aber mehr um den Geschmack geht, genießen wir die frische Furcht dank ihrer Süße aber als Obst!

Foto: PhotoRack

Kommentare (2)

  1. Ihre Aussagen liegen ganz auf meiner Linie. Gemüse und Obst (egal aus welcher Sicht man es betrachtet) sind sicherlich am gesündesten, wenn man sie roh oder blanchiert verzehrt. Leider macht das Zubereiten auf diese herkömmliche Weise vielen Menschen heute zu viel Arbeit. Nicht umsonst liegen die sog. Convenience-Produkte *im Trend*. Leider wird das Zubereiten unserer Mahlzeiten heute vorwiegend auf die Schnelle reduziert. Die Frage ist doch, welchen Stellenwert gebe ich heutzutage meinem Essen, a) beim Einkauf, b) in der Zubereitung und c) im Verzehr.

    Ich denke, da sollte bei vielen Menschen ein Umdenken ansetzen. Alles scheint wichtiger zu sein, als gemütlich zusammen zu sitzen und zu essen. Nicht umsonst gibt es leider in unserer Gesellschaft schon zu viele Ernährungsschäden. :-( Dem sollte man schon in frühester Jugend, wenn nicht bereits in der Kindheit vorbeugen.

  2. Als Botaniker definiert man “Frucht = Blüte im Zustand der Samenreife” (Straßburger, Lehrbuch der Botanik). Damit zählt die Melone, sowie auch Gurke, sogar Pfefferkörner und Ahorn”samen” zu den Früchten.

    Also, nicht nur Alles was süß schmeckt, ist eine Frucht ;)

    LG mercedes

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