
Bio-Joghurt im Glas
Bio-Lebensmittel sind nach wie vor ein großer Trend. Gerade in Zeiten, in denen über Mogel-Lebensmittel wie Analogkäse diskutiert wird, erleben sie noch mal einen Aufschwung. Auch ich selbst greife gerne zu Produkten, die so wenig wie möglich behandelt wurden, deren Verpackung umweltfreundlich ist und die nur kurz unterwegs waren, um auf meinen Tisch zu gelangen. Neulich im Supermarkt habe ich einen Joghurt entdeckt, der alle drei Kriterien erfüllt.
Überraschung Nummer 1: Der Joghurt steckt im Glas! Was in meiner Kindheit noch üblich war (und sooo lange ist das nun auch noch nicht her …), ist mittlerweile fast schon zur Ausnahme geworden. Die meisten Joghurts kommen im Plastikbecher daher. Der Glas-Becher meiner Neu-Entdeckung ist übrigens ein Pfand-Glas.
Überraschung Nummer 2: die Zutatenliste! Die ist gut leserlich und vor allem extrem kurz. Dort steht: “Joghurt, Himbeermark”. Fertig. Nichts weiter. Ich vergleiche das direkt mit einem anderen Joghurt aus dem Kühlregal nebenan: “Joghurt, Himbeerzubereitung, färbendes Karottenkonzentrat, Aroma, Süßstoff, Aspertam, Fruktosesirup.” Das spricht für sich.
Überraschung Nummer 3: Der Joghurt kommt von einem Hofladen bei mir um die Ecke. Der Rellinger Hofladen bietet neben Milchprodukten aus eigener Produktion auch Fleisch, Gemüse, Obst und Hofführungen an.
Zu Hause folgt der Test meines Bio-Joghurts Himbeere! Zuerst fällt auf, dass der Joghurt bei weitem nicht so rot ist wie herkömmliche Himbeer-Joghurts. Das natürliche Himbeermark färbt den Joghurt nur leicht. Recht flüssig ist der Joghurt, der übrigens einen Fettgehalt von 3,7 Prozent hat. Man könnte ihn fast als Trink-Joghurt servieren, das Essen mit dem Löffel erfordert ein wenig Geschick und Schnelligkeit. Der Geschmack meiner Entdeckung aus dem “ganz normalen” Supermarkt ist ganz mild, weich, deutlich weniger süß und angenehm fruchtig. Keine “Cerealien”, keine zusätzlichen “ACE-Vitamine” – einfach Joghurt mit Frucht. So einfach kann das sein!
Foto: privat

Kommentare & Trackbacks