essen & trinken – Redaktionsblog

Fotoproduktion „Für jeden Tag“

Laura Hennies Laura Hennies
23. August 2009
3 Kommentare

Kay-Henner Menge richtet das Essen für das Foto an

Kay-Henner Menge richtet das Essen für das Foto an

Ich habe schon viele TV-Sendungen über Food-Fotografie gesehen und war häufig erstaunt, dass Bierschaum kein Bierschaum ist und Schokoladensauce keine Schokolade enthält. Bei einem Blick hinter die „Für jeden Tag“-Kulissen durfte ich erleben, dass bei uns alles ist, was es auch scheint zu sein.

Die Fotostrecken für unsere Hefte und unsere Online-Rezept-Datenbank werden meist hausintern produziert. So konnte ich unserem Fotografen Matthias Haupt einmal über die Schulter schauen und unsere Versuchsküche besuchen, in der die Gerichte von Kay-Henner Menge zubereitet wurden. Die Qualität der Fotos hat mich glauben lassen, dass hier auch mit Tricks gearbeitet wird. So war die größte Überraschung, dass wirklich alles essbar ist und noch dazu so lecker, dass Kay-Henner schwer damit zu tun hat, dass die Gerichte nicht schon vernascht sind bevor das Foto im Kasten ist.

Dass die Rezepte wirklich original gekocht werden birgt natürlich Schwierigkeiten für Matthias. Denn schmelzendes Eis oder Wildschweingulasch – „das sieht auf dem Foto aus wie schwarze Würfel“ (Zitat Matthias) – müssen ins rechte Licht gerückt werden. Auch feine Salate fallen schnell zusammen unter dem Dressing und müssen schnell „geschossen“ werden, nachdem sie sorgfältig handverlesen wurden. Das kann manchmal lange dauern, da die Fotoproduktion einen Vorlauf von fünf Monaten hat, haben die saisonalen Zutaten, die bei uns in den Rezepten viel Verwendung finden, natürlich überhaupt keine Saison. Da braucht man einen guten Lieferanten, der Erdbeeren und Spargel schon im Winter liefern kann. Das ist teuer und vor allem nicht die Geschmacks-Qualität, die man in der richtigen Saison erwarten kann, verrät Kay-Henner. Aber das sieht man auf dem Foto ja nicht und wenn Sie die Rezepte in unseren Heften lesen, gibt es alles frisch auf dem Markt.

Foto: Laura Hennies

Kommentare (3)

  1. Morgen Lura!!!

    Das ist allerdings erstaunlich,das nicht getrickst wird.Find ich aber gut.Wird denn danach sozusagen alles aufgegessen oder wie geht das??!!

  2. Danke für diesen Bericht. Ich als Hobby-Fotografin und User werde im kleinen Kreis immer ein wenig belächelt, wenn ich Essensfoto für den Hausgebruch drapiere und die Teller optimal befüllen möchte.
    Hier sieht man, dass auch Profis nur mit Wasser kochen :)

  3. Guten Tag Moni, ja, es wird tatsächlich alles aufgegessen. Wenn ein Gericht fotografiert ist, wird es auf den langen Tisch in der Mitte der Versuchsküche gestellt und jeder darf sich bedienen. Zuallererst der Redakteur/ die Redakteurin, der/die über das Essen zu schreiben hat. Danach darf jeder ran…

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