essen & trinken – Redaktionsblog

Plätzchen vor zwanzig Jahren

Arabelle Stieg Arabelle Stieg
14. November 2009
10 Kommentare

plaetzchen-89Max & Moritz aus Mürbeteig schmücken den Titel, flankiert von Tiramisu-Pralinen, Rum-Espresso-Trüffeln, Amarena-Plätzchen und Zimt-Dreiecken. Die Dezember-Ausgabe von »essen & trinken« aus dem Jahre 1989 beweist, dass zwischen zwei Jahrzehnten Plätzchenwelten liegen – zumindest was das Styling anbelangt.
Drapiert auf Zellophan-Knäueln, drum herum ein paar blaue Schleifen und obendrauf Silbersternchen, so posen die 80er-Plätzchen um die Wette. Unsere aktuellen Exemplare aus dem Novemberheft wirken dagegen fast nüchtern. Nur Headline und Vorspann passen gestern wie heute:

„Süße Ernte im Dezember“ textete die Redaktion damals. Und weiter: „Was dem Winzer am Jahresende das gefüllte Fass, ist unsereinem, der keinen eignen Weinberg hat, die gefüllte Keksdose. Gefüllt, versteht sich, mit Plätzchen und Pralinen, denen man samt und sonders das Etikett „Auslese“ aufkleben möchte.“

Eben. Das trifft auf die kleinen Süßen der Jetztzeit auch zu.

Kommentare (10)

  1. Da kommen Erinnerungen hoch… Die Amarena Plätzchen sind auch heute hier noch im Rezeptepool zu finden.:-)
    Gerade weil die nüchterne Aufmachung des diesjährigen Novemberheftes nicht so mein Fall ist, kann ich mich für die alte Aufmachung begeistern. Scheinbar ist das der Zeitgeist, mit dem man nicht immer mitgehen will. :-)

    Auf alle Fälle finden sich trotzdem in meiner Weihnachtsbäckerei die Klassiker wie Vanillekipferl, Marzipan-Zimtsterne wie auch *neumodische Cranberry-Plätzchen* und Kürbiskern-Kracher nach E + T wieder.
    Danke für diesen schönen Artikel :-)

  2. Hallo,
    also ich muß schon sagen, daß ich gerne auf die alten Hefte zurückgreife, denn diese waren meistens “ertragreicher” als die heutigen. Ich kaufe auch gerne 70-er Hefte, da ist sehr viel Brauchbares zu finden. Es geht allen Freundinnen genauso. Vielleicht darf so ein Heft nicht die
    “Bodenhaftung” verlieren ?

  3. Ich bin zum ersten Mal, seit ich E&T kaufe total von den Keksrezepten enttäuscht. Sie fallen so mager und einfallslos aus, dass man sich die hätte auch sparen können. Schade.

  4. zum piepen! die dekoration damals wirkte eher wie silvester, die plätzchen sehen ganz schön öko aus! wie grünkern-körner-teiglinge ;-)

    ich back aber eh seit vielen jahren immer meine 3 lieblinge und kaufe lebkuchen und stollen dazu. paar mandarinen und nüsse anbei, fertig ist ein toller und farbenfroher bunter teller!

  5. Dem Kommentar von Renate Baumeister kann ich voll zustimmen. Ich kann der neuen Aufmachung von e&t leider nicht viel abgewinnen. Bei der geringen Menge an Rezepten ist der Anreiz zum Nachkochen automatisch noch reduzierter.
    Immer habe ich mit Spannung auf die Neuausgabe gewartet. Nun werde ich mich von einer liebgewordenen Gewohnheit verabschieden.
    Adieu e&t!

  6. Hallo Guten Tag,
    wir haben in deb 70er Jahren die Essen und Trinken mehrere Jahre abonniert und haben lange aus diesen Heften gekocht und gebacken. Nun suche ich verzweifelt ein bestimmtes Rezept . Und zwar von den Gewürzschnitten. Die müssten Ende der 70 er in einem Heft gewesen sein. Jahrelang haben wir dieses Rezept verwendet und nun ist das Heft fort!!! Wer kann mir helfen??

  7. Leider kann ich den obigen Schreiberinnen nur zustimmen. Auch ich backe seite Jahren eigentlich
    alles was es in E+T gibt und ein großer Teil wurde
    auch zum Standard-Repertoire.
    Schon letztes Jahr war ich enttäuscht über die Plätzchen-Rezepte im November Heft. Und dieses Jahr ebenfalls.
    Trotzdem noch etwas Positives: Im Plätzchen-Newsletter kommen auch die älteren Rezepte wieder.
    Da kann man sich ja einiges ausgucken.

    Liebe Grüsse aus Hessen Helga

  8. Also ich finde das Bild ein bisschen dunkel, aber sonst sehr nett. Und die Kekse sehen total lecker aus ! Kann mir jemand verraten, was die Nr. 2 für Kekse sind ? Die würde ich ja glatt nachbacken wollen. Und ich schließe mich hier den Nostalgikerinnen an: Ich mag auch die alten Hefte und finde es merkwürdig, dass heute ein Keks eine Seite ausfüllt…

  9. Seit Jahren lese ich immer wieder, speziell zu Weihnachten, die Zeitschrift E&T. Aber diesmal bin ich wirklich entsetzt!
    Da nennt sich die Zeitschrift ” Das Große Weihnachtsheft”! Was ist daran GROSS?
    146 Seiten! Um dem beim Käufer den Eindruck zu hinterlassen, er kaufe ein besonders dickes Heft mit besonders vielen Rezepten, liegen schon einmal lose unzählige Werbebroschüren für Kleidung (was hat das mit Speisen zu tun?), Haushaltswaren, Internetanbietern usw bei.
    Fakt: Im Heft nun finden wir 45 Rezepte und 52 ganzseitige Werbeanzeigen.
    Im Vergleich nun zu einem alten Heft vom November 1998 stellt sich die Verteilung so dar:
    172 Seiten, 43 ganzseitige Anzeigen zuzüglch 6 Seiten Kleinanzeigen, 64 Rezepte!
    Fast alle Fotos erzeugen im neuen Heft durch die vielen Unschärfen ein gewisses Schwindelgefühl und man fragt sich “Bin ich jetzt betrunken oder war es der Fotograf?”
    Sicher sind die Fotos von damals (1985) nicht mehr aktuell, aber man kann zumindest darauf erkennen, ob es sich um einen Braten oder einen Keks handelt. Das Styling war zeitgerecht und unter den Lebensmittel befand sich meistens ein Teller oder ähnliches. Im großen Weihnachtsheft isst man die Sparerips offensichtlich direkt vom Tisch!
    Hat die Redaktion etwa alle guten Stylisten rausgeworfen?
    Und vor allem waren die Rezepte damals immer interessant.
    Im Heft 12/2009 finden wir bunt zusammengewürfelte Klassiker von den Mitarbeitern, die in jedem Allerwelts-Kochbuch stehen. Ist die Redaktion nicht in der Lage, eigene Rezepte zu entwickeln? Sind die Köche aus der Versuchsküche auch schon gekündigt worden?
    Ich hatte gehofft, auf ein paar ausgefallene und neue Rezepte für das Weihnachtsmenue. Keule kann ich selbst….
    Und zu guter Letzt frage ich mich, warum steht unter dem Bild der Chefredakteurin “Gans mit Kartoffelsalat,oder?”

    Resume: Ich werde diese Zeitung, die zum Bild-der-Frau-Niveau verkommen ist, niemals wieder kaufen!

  10. Wie interessant, ich stehe also nicht allein mit meiner Meinung da.
    Es wäre wirklich schön, wenn sich die Redaktion in diesem Blog zur den genannten Kritiken einmal äußern würde.

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