Max & Moritz aus Mürbeteig schmücken den Titel, flankiert von Tiramisu-Pralinen, Rum-Espresso-Trüffeln, Amarena-Plätzchen und Zimt-Dreiecken. Die Dezember-Ausgabe von »essen & trinken« aus dem Jahre 1989 beweist, dass zwischen zwei Jahrzehnten Plätzchenwelten liegen – zumindest was das Styling anbelangt.
Drapiert auf Zellophan-Knäueln, drum herum ein paar blaue Schleifen und obendrauf Silbersternchen, so posen die 80er-Plätzchen um die Wette. Unsere aktuellen Exemplare aus dem Novemberheft wirken dagegen fast nüchtern. Nur Headline und Vorspann passen gestern wie heute:
„Süße Ernte im Dezember“ textete die Redaktion damals. Und weiter: „Was dem Winzer am Jahresende das gefüllte Fass, ist unsereinem, der keinen eignen Weinberg hat, die gefüllte Keksdose. Gefüllt, versteht sich, mit Plätzchen und Pralinen, denen man samt und sonders das Etikett „Auslese“ aufkleben möchte.“
Eben. Das trifft auf die kleinen Süßen der Jetztzeit auch zu.

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