Oh, wie war das dekorativ: Als Inbegriff häuslicher Gemütlichkeit und heimeligen Wohlbehagens galt vielen einst ein Kränzlein an der Tür. Der Türkranz hieß Besucher willkommen und war oft mit einem zusätzlichen Schild versehen, das die Besitzer der jeweiligen Tür verkündete. „Hier wohnt Familie Müller-Lüdenscheidt“, stand dann da zum Beispiel. Ganz besonders beliebt waren die geschnörkelten Deko-Elemente – und hier kommen wir im weitesten Sinne zum Thema essen & trinken zurück – aus Salzteig.
Zwar war die Bastel-Masse aus Salz und Mehl ungenießbar, dennoch widmete essen&trinken in der Weihnachtsausgabe des Jahres 1984 dem Salzteig mehrere Seiten. Gebacken wurde damals eine Krippe, inklusive Jesuskindlein, Schäfchen und salzigen Heiligen.
Für alle, die sich dem kreativen Geknete noch einmal hingeben wollen, kommt hier die Anleitung:
Einen Teig aus 1 kg Mehl, 1 kg Salz und 700 ml Wasser herstellen. Den Teig mindestens 4 Stunden ruhen lassen. Teig ca. 4 mm dick ausrollen und Figuren ausstechen und ausschneiden oder nach Gusto formen, rollen und flechten. Die Figuren auf Backbleche legen und bei 50 Grad und leicht geöffneter Backofentür mindestens 8 Stunden trocknen lassen. Der Teig kann auch mit Lebensmittelfarbe eingefärbt oder die getrockneten Figuren bemalt und lackiert werden. Viel Vergnügen und ein besinnliches Fest!


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