Viele denken, italienische Lebensart und Prosecco gehören zusammen. Ja, manchmal schon. Zum Beispiel beim Absacker nach der Arbeit oder beim kleinen Glas zum Aperitif. Aber wenn es richtig festlich wird, dann trinken Italiener etwas anderes: Franciacorta. Noch nie gehört? Dann gibt es da eindeutig Nachholbedarf, denn der Sekt der Sonderklasse kann es mit so manchem Champagner aufnehmen.
Franciacorta wächst in der norditalienischen Provinz Brescia südlich des Lago d’Iseo. Das Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten ist bestens geeignet für die Rebsorten, die auch für Champagner verwendet werden: Chardonnay und Spätburgunder. Dazu benutzen die Winzer noch Weiß- und Grauburgunder, die sich auf den mineralischen Böden besonders wohlfühlen. In der Herstellung folgen die Nord-Italiener dem französischen Beispiel: Die Cuvée wird aus Weinen verschiedener Jahrgänge fein abgestimmt und ein zweites Mal in der Flasche vergoren.
Also Mut zur Veränderung: Wenn es das nächste Mal etwas zu feiern gibt, unbedingt ausprobieren. Den edlen Prickler gibt es im gut sortierten Weinhandel.


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