essen & trinken – Redaktionsblog

Serengeti in Leipzig

Philippa Schmidt Philippa Schmidt
2. September 2010
2 Kommentare

kiwara-outdoorWer hat nicht mit Meryl Streep und Robert Redford in „Jenseits von Afrika“ geschmachtet und gelitten? In Leipzig ist weder der Gang in die Videothek noch das Buchen eines Safari-Urlaubes notwendig, um Afrika-Feeling zu erleben. Mein persönlicher Geheimtipp in der sächsischen Metropole ist das Frühstücksbuffet der Kiwara Lodge. Eingerahmt von den Erdmännchen und den Löwen liegt das 2004 eröffnete Holzhaus im Herzen des Leipziger Zoos. Jedes mal wenn ich in Leipzig bin, schaue ich hier vorbei und gönne mir Rührei, frisches Obst und einen Latte Macchiato sowie den Blick von der Terrasse auf die Kiwara-Savanne. Dort tummeln sich auf 47 000 Quadratmetern Grévi-Zebras, Rothschildgiraffen, Säbelantilopen, Thomsongazellen, Strauße und Zwergflamingos. Trotz des reichhaltigen Buffets des Marché-Restaurants von Mövenpick spielen nicht die kulinarischen Köstlichkeiten, sondern ganz klar die tierischen Savannen-Bewohner die Hauptrolle.

Besonders eindrücklich sind die Giraffen mit ihrem Samtblick und den langen Beinen. Wenn die langbeinigen Grazien einen Sprint einlegen, ist dies ein wunderschönes Naturschauspiel. Noch etwas unbeholfen zeigt sich dabei das kleine Giraffenkalb, das Anfang Juni geboren wurde und noch auf seine Taufe wartet. Wer es nicht mehr schafft, die letzten Sommertage auf der Terrasse der Lodge zu genießen, sollte unbedingt einen Besuch im Frühling einplanen – gerade dann tollen viele Jungtiere durch die Anlage. Süß: kleine Zebrafohlen, die sich durch die begeisterten Menschen auf der Terrasse nicht im Geringsten stören lassen. Auch im Innern erinnert die Lodge, die in warmen Farben gehalten ist, an Ostafrika. Das kulinarische Highlight bei meinem letzten Besuch war übrigens ein Erdbeer-Zitronengras-Chutney im Glas, das an der Kasse verkauft wurde. Ein säuerlich, frischer Gaumenschmaus, der mich noch Tage nach dem Besuch an den Leipziger Zoo erinnerte.

kiwaraAb Oktober bietet die Kiwara Lodge  sonntags ein erweitertes Brunch-Buffet, das Hartgesottene auch in der kalten Jahreszeit auf der Terrasse einnehmen. Beliebt ist die Lodge vor allem bei Familien, denn Kinder unter 110 cm essen gratis mit, während für die größeren Geschwister  unter 140 cm immerhin nur die Hälfte gezahlt werden muss. Bei der Kiwara Lodge gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm – streben doch viele alteingesessene Leipziger gleich nach der Zoo-Öffnung am Sonntag die Lodge an, um sich einen möglichst guten Platz zu sichern. Nur Robert Redford, den habe ich in der Kiwara Lodge leider noch nie gesehen.

Kiwara Lodge im Zoo Leipzig, Pfaffendorfer Straße 29, 04105 Leipzig. Öffnungszeiten: Mai bis September 9-19 Uhr, Oktober und April 9 -18 Uhr und November bis März 9-17 Uhr; Frühstücksbuffet  9-11 Uhr: 14.50 Euro; Brunchbuffet 9-14 Uhr: 19.50 Euro; Eintrittspreise Zoo Leipzig: Erwachsene 13 Euro, Kinder 9 Euro

Fotos: © Zoo Leipzig, privat

Kommentare (2)

  1. hallo,

    ich möchte mich nur kurz anschliessen.
    Ich denke diese Einrichtung verdiehnt den Namen ‘Erlebniss-Gastronomie’. Über Preise kann man immer Streiten aber ich bin auch kein Freund der dumping Gastronomie.

    Grüsse
    kai

  2. Hallo,
    bei meinem kurzen Besuch des Leipziger Zoos vor einem Jahr war auch ich positiv vom Ambiente der Kiwara Lodge beeindruckt (die Küche hatte ich leider nicht ausprobiert).
    Mich hat alles sehr an die Animal Kingdom Lodge in Orlando erinnert, wenn auch die Leipziger Anlage von bescheidenerem Ausmaß ist.
    Liebe Grüße
    Ariane

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