Wieder ein verregneter Urlaubstag, wieder ein Ausflug in die Berge. Dass unter diesen Vorraussetzungen kulinarische Überraschungen der besonderen Art warten müssen, hätte ich mir nach meinem letzten Urlaubsbericht über Spanischen Bergkäse ja schon denken können – auch wenn es sich diesmal ums Taurus-Gebirge in der Türkei handelte. Lesen Sie mehr
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Regional, öko, fair – das waren die Schlagworte 2010. Wir Konsumenten scheinen kritischer zu werden und wollen wissen, woher unsere Lebensmittel kommen. Zurück zum Ursprünglichen schien das Motto in diesem Jahr zu sein. Allen voran: René Redzepi, der Kopenhagener Starkoch. Mit seiner kompromisslos regionalen Küche kochte er sich in die erste Riege der Starköche, sein Restaurant Noma wurde mehrmals zum besten Restaurant der Welt gekürt. Aber auch am Herd zuhause wurde es wieder regionaler: Das Zauberwort des Sommers hieß “Landküche“, Schlemmen wie bei Oma oder Mama zuhause. Besinnen wir uns zurück auf eine Zeit, als für Kochen und Essen noch viel Zeit übrig war?
Mit dieser Rückbesinnung einher ging eine der großen Debatten dieses Jahr: Fleisch oder nicht Fleisch? Der Autor Jonathan Safran Foer hält in seinem Buch “Tiere essen” ein Plädoyer gegen den Fleischgenuss und für Vegetarismus. Seine Argumente: Gammelfleisch, industrielle Tierhaltung und die Frage “Dürfen wir töten?” Auf der anderen Seite aber wird gutes Fleisch zu einer Art Statussymbol: Wir wollen wissen, woher unser Fleisch kommt, und sind bereit, Geld für Qualität auszugeben.
Jedoch, kein Trend ohne Gegentrend. Die einen besinnen sich auf Natur und Ursprung, die anderen wollen die Natur optimieren. So wurde auch bei uns in Deutschland der Anbau der Genkartoffel Amflora zugelassen und gestartet, und in den USA hat ein gentechnisch veränderter Lachs gute Chancen auf Zulassung. Das Erbgut des “Frankenfish” wurde so verändert, dass er beinahe doppelt so schnell wächst und Fleisch ansetzt wie normalerweise.
Auch bei den Sterneköchen hat sich einiges getan. Tim Raue hat die Restaurants MA und uma verlassen und in Berlin ein eigenes Restaurant eröffnet. Dies wurde dann promt und nur zwei Monate nach seiner Eröffnung mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. In eine andere Richtung dagegen ging Molekularstar Ferran Adrià: Erst kündigte er an, sein Restaurant elBulli im Juli 2011 zu schließen und eine Kreativpause einzulegen. Damit es ihm da nicht zu langweilig wird, suchte sich der Starkoch gleich mehrere Nebentätigkeiten: Er ging er unter die Hochschulprofessoren und wurde Bierbrauer.
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Krabben aus dem Automat, der beste Haferbrei und laufende Amerikaner – Highlights aus der Foodwelt im Oktober. Lesen Sie mehr
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Letzte Woche durfte ich an einer Veranstaltung der besonderen Art teilnehmen: Ein Workshop zum Thema „Wein und Parfum“. Was zuerst eine eher ungewöhnliche Kombination zu sein schien, erwies sich während des Workshops als eine spannende Reise für die Sinne. Lesen Sie mehr
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Ein diesiger Urlaubstag – an der Nordküste Spaniens ist das nichts Ungewöhnliches. Das Alternativprogramm heißt: Ab ins Auto, weg von der Küste, rein ins Landesinnere. Was wir nicht wussten: Hier wartet das Käseglück! Lesen Sie mehr
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Zum 200-jährigen Oktoberfestjubiläum hat Manfred Schauer ein Kochbuch herausgebracht. Da fragt sich wahrscheinlich der Nicht-Wiesn-Bewanderte: Wer ist Manfred Schauer? Lesen Sie mehr
Tags: Kochbuch, Oktoberfest, Wiesen
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Auch im Juli kamen mir wieder interessante Meldungen unter, die ich Ihnen nicht vorenthalten will. Diesen Monat geht es nach Großbritannien und in die USA. Lesen Sie mehr
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Kochen mit Unkraut und Wildkräutern ist anscheinend grade sehr in. In letzter Zeit landen immer wieder Kochbücher auf meinem Schreibtisch, die mir eine kulinarische Entdeckungsreise durch den Garten nahe legen. Besonders aufgefallen ist mir Ira Königs Buch „Gestatten, Gundermann. Unkraut für Genießer“: Das Cover des Buches ist einfach zu hinreissend. Lesen Sie mehr
Tags: Kochbuch, Kräuter
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Die Welt der Küche ist groß und international. Eine kleine Rückschau, was im Juni unsere Kollegen im Rest der Welt bewegte.
Zunächst hatte die britische Food-Szene einen Todesfall zu beklagen: Mit Egon Ronay ist nach Rose Gray eine weitere Koryphäe der britischen Food-Szene verstorben. Der Gourmet-Kritiker und kulinarische Innovateur starb am 12. Juni im Alter von 94 Jahren. 1915 in Ungarn geboren, kam er kurz nach dem Krieg nach England – und war schlichtweg entsetzt über die britische Küche. Er bezeichnete britisches Essen als „Schweinefraß“, insbesondere Massenbetriebe wie Autobahnraststätten oder Kantinen standen auf seiner Roten Liste. Kurzerhand eröffnete er ein eigenes Restaurant, das “Marquee”, und veröffentlichte 1957 die erste Ausgabe seines Restaurantsführers „Egon Ronay’s Guide to British Eateries“, der schnell zu einem Bestseller avancierte. Egon Ronay galt als Großbritanniens Ernährungslehrer, der den Briten besseres Essen und Geschmack beibrachte.
Keine Tacos, Tortillas und Co. mehr? Mexiko wird ab dem nächsten Schuljahr Fast Food aus allen Grund- und Mittelschulen verbannen. Die Ernährungsumstellung erfolgt auf Anordnung von ganz oben: Felipe Calderon, der mexikanische Präsident sagte beim Vorstellen des Programms, die Fettleibigkeitsrate in Mexiko habe sich in den letzten dreißig Jahren verdoppelt. Vor allem unter Kindern ist das Problem enorm: 26 Prozent der Kinder zwischen 5 und 11 Jahren sind übergewichtig. Experten führen das insbesondere auf fettreiches Fast Food zurück, das in Mexiko sehr verbreitet ist. Dennoch ist das Verbot von Fast Food nur ein Schritt in die richtige Richtung: Nicht nur die Ernährung der mexikanischen Kinder muss umgestellt werden, auch die Bewegungssituation. So hat ein Drittel aller mexikanischen Schulen keinen Schulhof, wo sich die Kinder in den Pausen ausreichend bewegen könnten – von Sporthallen ganz zu schweigen.
Zum Abschluss noch etwas Erheiterndes: Besonders beliebt war die Post einer Bloggerin in Chicago. Sie hatte auf Hochzeiten ihrer Freunde einen neuen Hang zu kuriosen Hochzeitskuchen festgestellt und eine Auswahl davon auf ihrer Seite gezeigt. Mein Favorit: eindeutig der Tetris-Kuchen! Auch wenn ich mir für meine Hochzeit doch eine etwas klassischere Torte wünschen würde.
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Ich bin ganz begeistert. Von wem? Er heisst Valentine, ist 38 Jahre alt und ein richtiger Mann: Er kann jagen und angeln. Und kochen. Er kann sogar so gut kochen, dass er Kochbücher veröffentlicht. Lesen Sie mehr
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