essen & trinken – Redaktionsblog

Alle Beiträge in ‘Trends’ (10)

Trend aus Brasilien: Açaí

Brasilien! Wer einmal in dieses schöne Land reisen durfte, wird den Geschmack tropischer Früchte nie vergessen. Die unbeschreiblich süße Ananas vom Straßenhändler, die spritzigen Limetten in der Caipirinha und Exotisches wie Caju, Goiaba und Açaí.

In letztere kleine blau-violette Beere habe ich mich in Brasilien verliebt. Die Palme, an der sie wächst – von Experten Euterpe Oleracea genannt - schenkt uns Genießern viele Schätze. In ihrem Stamm wachsen Palmitos, jene köstlichen kleinen Palmherzen, die wir in Europa als Delikatesse kennen. Hoch oben hin wachsen an langen Zöpfen die Açaí-Beeren – seit jeher ernähren sich die Einwohner der Amazonasregionen von dieser Beere, zu Saft oder Püree verarbeitet, gesalzen zu Fisch oder gesüßt als Wein. Das gesüßte Püree hat seinen Weg vom Amazonas in die brasilianischen Metropolen geschafft. Ob an der Copacabana oder den Geschäftszentren São Paulos, sie begleiten mich auf meiner Reise durch das Land.

Açaí-Beeren wachsen in großen Trauben an Palmen

Açaí-Beeren wachsen in großen Trauben an Palmen

An jeder Straßenecke finde ich eine Bar, die Açaí als Saft anbietet – pur oder kombiniert mit allem, was der brasilianische Obstgarten zu bieten hat. Der Saft wird leicht gesüßt, das Ergebnis ist eine Beerenexplosion auf der Zunge, die an Blau- und Waldbeeren erinnert. Mein persönlicher Favorit ist allerdings Açaí na tigela – eine Art Sorbet aus leicht gesüßter Açaí-Pulpe, mit Bananenscheiben, Erdbeeren und knusprigem Müsli. Großartig!

Ihr hoher gesundheitlicher Wert wird mir überall angepriesen. Nahrhaft ist sie, das merke ich nach einer Schüssel. Ihre intensive Farbe zeugt von hohen Pflanzenstoffgehalten, viele Vitamine und Mineralstoffe und essentielle Fettsäuren sollen enthalten sein. Nun ja, denke ich, die sind im Obst eigentlich immer drin. Wie ziemlich alle Obstsorten wird auch diese Beere dem Körper als Teil einer ausgewogenen Ernährung gut tun.  Auch die Begriffe „Wunderbeere“ (für Wundermittel zum Abnehmen und als Allzweckwaffe gegen hohen Blutdruck und Krebs) und „Jungbrunnen“ (die Amazonier haben angeblich weniger Falten) lese und höre ich oft. Das macht die Sache spannend. Als Ernährungswissenschaftlerin möchte ich genauer wissen, was in der Beere drin ist – nur ist das nicht so leicht herauszufinden. Die Webseiten, auf die ich bei meiner Suche stoße, listen entweder Nährstoffangaben von weiter verarbeiteten Açaí-Produkten auf oder nennen sehr unterschiedliche Gehalte der einzelnen Inhaltstoffe. Richtig fündig werde ich nicht und dann fliege ich auch schon nach Hause. Adeus, lieb gewonnenes Land!

Wieder in Hamburg angekommen befällt mich die Sehnsucht nach den Stränden und nach meiner täglichen Portion Açaí na tigela. Gut, die Copacabana nach Hamburg zu holen, das wird schwer. Aber wenn Ananas nach Deutschland fliegen kann, dann wird es doch möglich sein, dass ein paar Beeren zu uns geschifft werden. Frachtschiffe zwischen Hamburg und Rio, die fahren ja nun seit Jahren!

Blick auf die Copacabana in Rio de Janeiro

Blick auf die Copacabana in Rio de Janeiro

Ich suche also abermals im Internet – vielleicht ist ja ein Online-Shop dabei, bei dem ich die Beeren bestellen kann. Die ersten Hits führen zu Abnehmpillen und Gesundheitswunderkapseln. Nein, abnehmen möchte ich nicht und an Wunderkapseln glaube ich nicht. Es geht mir um den Geschmack. Endlich! Ich finde, was ich suche: Smoothies, Saft und sogar tief gefrorene Pulpe lässt sich online bestellen. Volltreffer. Richtig überrascht bin ich aber, als ich noch mehr finde. Schokolade, Energy-Drinks und Tee. Ich bestelle alles und teste, mixe und probiere.

Und so mache ich die Reeperbahn zur Copacabana und genieße am Ende doch wieder mein kleines persönliches Stück Brasilien.

zottersamba3Zotter „Açaí-Samba Schokolade“ und Regenwaldwunder-Trinkschokolade.

Die Açaí-Samba Schokolade verbindet drei Favoriten: Açaí, Samba und Schokolade. Zugegeben, ich bin positiv voreingenommen. Im Innern der Tafel sind Açaí-Ganache, Açaí-Püree, dunkle und weiße Schokolade geschichtet und das Ganze ist mit einer violetten Açaí-Kuvertüre überzogen. Handgeschöpft, fruchtig, schokoladig und fair gehandelt. Mmmh – Schokolade muss keine Sünde sein!

Bei der Trinkschokolade „Regenwaldwunder“ wird ein Teil des Milchpulvers der Schokolade durch getrocknete Açaís ersetzt. Das Ergebnis ist eine  Trinkschokolade, die beim Abtauchen in die heiße Milch einen Duft von exotischem Obstmarkt verströmt und auch so schmeckt.

Im Onlineshop der Firma Zotter kann man beide Schokoladen bestellen. Die 70g Tafel Açaí-Samba Schokolade kostet 3,25 Euro und 5 Täfelchen (à 20g) der Regenwaldwunder-Trinkschokolade kosten 5,95 Euro.

clippertea2Clipper Tea Infusion „Blackcurrant & Açaí berry“

Clipper Tea ist eine englische Firma, die neben Kaffee und Kakao auch verschiedene Teemischungen aus biologisch angebauten Zutaten herstellt.

In dem – wirklich großen – Sortiment habe ich auch den Früchtetee „blackcurrant & acai berry“ gefunden. Heißen Tee verbinde ich nicht direkt mit Strand und blauem Meer, aber vielleicht ist dieser Tee ja genau das Richtige, um während des deutschen Winters von Strand und blauem Meer zu träumen?

Die Verpackung ist hübsch, die enthält ungebleichte Teebeutel in einem aromadichten Innenteil. Das Teewasser färbt sich nach der empfohlenen Ziehzeit intensiv rot-violett und verströmt einen angenehm beerigen Duft. So schmeckt er dann auch: angenehm, ungekünstelt und sehr beerig.

Und wenn der Sommer doch noch kommt, freue ich mich darauf einen Beeren-Eistee zu zaubern.

Clipper Tea lässt sich unter anderem bei Bertine und Ecovitalhouse bestellen.

dosenSchwarze Dose 28 & Weiße Dose 28

Zwei Energy-Drinks, die mit dem Geschmack der Açaí-Beere ausgestattet sind.

Der Energydrink im eleganten kleinen Schwarzen sprudelt mir rosa-rot und mit viel Koffein (80mg pro Dose, das entspricht ca. 2 Tassen Kaffee) entgegen. Er schmeckt in der Tat nach roten Beeren, erfrischend und süß – was wohl an dem relativ hohen Zucker – (36 g pro Dose/ ca. 12 Würfelzucker) und Isomaltulosegehalt (12,5 g pro Dose) liegt. Isomaltulose ist ein Zweifachzucker, der dem gewöhnlichen Haushaltszucker recht ähnlich ist. Ihm wird nachgesagt, dass er den Blutzuckerspiegel länger stabil hält. Kurz gesagt, er soll dafür sorgen, dass der Energieschub des Drinks länger anhält.

Das jungfräuliche Weiß verrät es schon: Dieses ist die Light-Version des Energy-Drinks. Stilgerecht wird er (neben Acesulfam-K und Sucralose)  mit Stevia gesüßt, die Süßpflanze stammt ebenso wie die Açaí-Beere aus den Tiefen Südamerikas. Auch bei der Weißen Dose 28 sprudelt mir ein rosa Koffeinwasserfall entgegen. Den Unterschied zwischen Schwarz und Weiß oder Zucker und Stevia kann man eindeutig schmecken. Die Light-Version schmeckt leicht nach Stevia und Süßstoff – wer den Geschmack mag, der kann seinen Energy-Drink nahezu kalorienfrei genießen. Nachdem ich mich durch beide durchprobiert habe, fühle ich mich in der Tat äußerst wach, vielleicht ein klein bisschen zu wach und hibbelig. Das mag aber auch daran liegen, dass ich normalerweise keine Energy-Drinks trinke.

Die Schwarze Dose 28 und die Weiße Dose 28 sind in den meisten Super- oder Getränkemärkten, sowie pur oder als Mixgetränke in diversen Bars und Clubs erhältlich. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite von Calidris.

innocent2Innocent Smoothie

Schön lila ist der Smoothie Granatapfel, Heidelbeere & Açaí vom britischen Hersteller Innocent. Wie der Sortenname schon sagt, ist es kein purer Açaí-Smoothie, aber immerhin haben es zwölf geschälte Açaí-Beeren in die Flasche geschafft. Die Kombination mit Heidelbeere und Granatapfel ist geschmacklich wirklich gelungen – in der samtigen Konsistenz schmecke ich die blaue Beeren deutlich heraus und die leichte Säurenote rundet das Gesamtwerk ab.

Schön ist, dass Innocent das schafft, ohne Zucker oder Aroma hinzu zu fügen. Der Smoothie ist in gut sortierten Supermärkten erhältlich und kostet UVP 1,69 Euro für 250 ml.

hanoju2Beeren-Açaí Saft von Hanoju

Der Original HANOJU BIO Açaí Direktsaft ist ein Saft zur Nahrungsergänzung. Netterweise schrieb mir der Hersteller des Produktes dazu, dass der Saft pur etwas „gewöhnungsbedürftig“ schmecke. Das stimmt auch. Eine Empfehlung dafür gibt es trotzdem, denn das Produkt ist pur – rein pflanzlich, ungesüßt und ohne Beimischung von Farb- oder Konservierungsstoffen. Alle, die von der angenommenen gesundheitlichen Wirkung der Açaí-Inhaltsstoffe profitieren möchten, finden in diesem Saft ein gutes Produkt. Oder auch einfach alle, die den unverfälschten Geschmack der Beere erleben oder die Açaí-Beeren auch mal für herzhafte Gerichte ausprobieren möchten.

Den Original HANOJU BIO Açaí Direktsaft kann man im Onlineshop bestellen. 1000ml des Saftes kosten 32,95 Euro – hält man sich an die Verzehrsempfehlung von 60 ml pro Tag für Erwachsene, dann reicht eine Flasche länger als zwei Wochen.

finefruits2Açaí-Beeren als tiefgefrorene Pulpe von „Fine Fruits Club“

Beim „Fine Fruits Club“ lassen sich die verschiedensten tropischen Früchte als tiefgefrorene Fruchtpulpe-Pads zum selber Mixen bestellen. Darunter auch Açaí-Beeren: pur oder pur in Bio-Qualität.

Die Pulpe kommt in handlichen 100g Paketen und ist ungesüßt. Laut Packungsanleitung gebe ich ein Pad mit Orangensaft, Honig und Banane zusammen in den Mixer – et voilà, das Ergebnis ist ein Smoothie, wie ihn die Strandbar in Rio nicht besser macht.

Das zweite Mal versuche ich eine Açaí na Tigela herzustellen. Einfach weniger Flüssigkeit und etwas klein gehacktes Eis mit dem Pad und einer Banane in den Mixer geben, und heraus kommt eine schöne Sorbetmasse. Erdbeeren und Müsli drauf – fertig ist das Glück!

Der Fine Fruits Club bietet, neben diversen anderen Fruchtpürees und –produkten, die Açaí-Pulpe tiefgefroren als 6×100g Paket für 5,89 oder 6,29 (Bioqualität). Mindestbestellgewicht im Onlineshop sind allerdings 5 kg. Erhältlich sind die Produkte auch im eigenen Geschäft in Berlin oder in ausgesuchten Bio-Läden.

Fotografen/ Bildcredit: http://www.fine-fruits-club.de , z o t t e r , © 2010 Clipper Teas Ltd, www.calidris28.de, © 2012 innocent Alps GmbH,  www.hanoju-shop.de,

Eine etwas andere Mittagspause

Ina Lasarzik
6. Juni 2012
3 Kommentare

Essensmarke

Essensmarke gegen Wok-Nudeln

“Komm, wir gehen mittags zum Lunch Beat!” Eine Freundin nahm mich letzte Woche Freitag in Hamburg mit ins Fundbureau. Das Konzept: die Mittagspause in Clubatmosphäre verbringen, eine Kleinigkeit essen und die meiste Zeit auf der Tanzfläche verbringen.

Und so tauchen wir um Lesen Sie mehr

Geschenkidee: Snack-Box

Ina Lasarzik
20. Februar 2012
1 Kommentar

Ideal fürs Büro: Snack-Box

Überlebensfutter fürs Büro: bunt gefüllte Snack-Box

Snacks, die man online bestellen und sich ins Büro liefern lassen kann. Mit Currypulver gewürzte und mit Trockenfrüchten kombinierte Kerne und Nüsse. Geröstete Bio-Sojabohnen, umhüllt von Schokolade. Snacks sind gerade in aller Munde. Immer wieder tauchen neue Kreationen und Ideen auf. Eine ist uns letztens im Büro Lesen Sie mehr

Kuchen-Häppchen

Ina Lasarzik
1. November 2011
2 Kommentare

“Die erste Kuchenpraline der Welt” nennt die Münchnerin Chalwa Heigl ihren Mini-Gugl, den sie seit 2010 über www.dergugl.de nach Hause liefert. Liebevoll in kleinen Kartons verpackt und mit der Aufschrift “Das Glück darf auch klein sein” bringen sie in den Sorten Brownie, Pistazie-Mohn, Apfel-Mandel-Nougat, Schokolade-Cranberry jeden in große Verzückung.

Super als Dessert, zum Nachmittagskaffee oder zum Verschenken: selbstgemachte Kuchenpralinen

Super als Dessert, zum Nachmittagskaffee oder zum Verschenken: selbstgemachte Kuchenpralinen

Jetzt kann man die Mini-Gugl auch endlich selber backen. In ihrem ersten Buch “Feine Kuchenpralinen” offenbart uns Chalwa Heigl ihre Rezepte und Erfahrungen, damit auch bei uns zu Hause saftige, köstliche Kuchen-Häppchen heraus kommen. Eine Backform aus Silikon für 18 Gugl ist gleich dabei. Dann mal los!

Gugl Schoko-Ingwer-Orange, die sollen es werden. Erst einmal die Guglhupfform einfetten und mit Mehl bestäuben. Damit der Teig auch die gewünschte Konsistenz bekommt und die Menge ausreicht, halte ich mich genau an die vorgegebenen Mengen für Butter, Marzipan, Puderzucker, Eier, gemahlenen Haselnüssen, Mehl, Kakaopulver, Ingwer und den restlichen Zutaten. Heraus kommt ein leicht flüssiger Rührteig, den ich in einen Gefrierbeutel fülle. Vom Beutel schneide ich eine ganz kleine Spitze ab. So lässt sich der Teig gut in die einzelnen Förmchen füllen. Gar nicht so einfach, den Teig genau zu zielen, aber mit etwas Übung klappt es von mal zu mal besser und schneller. Damit der Teig sich gut verteilt, rüttel ich die Silikonform ein wenig. Die Form kommt auf ein Backblech, damit sie im Ofen stabil steht. Bei 210 ° Grad (Ober-/ Unterhitze) werden die Mini-Gugl rund 13 Minuten gebacken. Ob die nicht zu trocken werden, denke ich kurz und vergesse den stillen Einwand sofort, als ich den ersten abgekühlten Gugl vorsichtig aus der Form hole und probiere: “Die sind ja ein Traum! So saftig und schokoladig!”. Ein Happs und der nächste Gugl verschwindet im Mund. Großartig, diese kleinen Kuchenpralinen!

“Feine Kuchenpralinen” von Chalwa Heigl ist im Südwest Verlag erschienen und kostet 14,99 Euro.

Foto: Ina Lasarzik

Retap Trinkflasche

Sowohl in Skandinavien als auch in Deutschland steht die Qualität des Leitungswassers der von gekauftem Mineralwasser oft um nichts nach. Bis jetzt überwiegen jedoch die Einkäufe von Wasser im Supermarkt. Die praktische und umweltfreundliche Retap Trinkflasche regt dazu an, Lesen Sie mehr

Barkultur vom Feinsten beim Bar Convent Berlin

Benedikt Ernst Benedikt Ernst
21. Oktober 2011
Keine Kommentare

Zugegeben: Ein wenig nervös war ich schon, als ich die Hallen des Berliner Postbahnhofs betrat. Der Nachmittag war gerade erst angebrochen, als ich die lange, massive Holztafel mit den unzähligen Wodka-Flaschen erblickte, mit der das Gastland Polen die Besucher des Bar Convent Berlin willkommen hieß. Natürlich wollte ich möglichst viele Cocktails und Spirituosen probieren, allerdings wollte ich den abendlichen Weg zum Bahnhof  auch aufrechten Ganges bestreiten. Aber eines nach dem anderen… Lesen Sie mehr

foodieSquare: regionale Spezialitäten

Ina Lasarzik
25. September 2011
1 Kommentar

Guerson und Sammy: Gründer von foodieSquare

Guerson und Sammy: Gründer von foodieSquare

Regionale Spezialitäten sind etwas besonderes. Häufig sind es kleine Manufakturen, in denen sie mit besten Rohstoffen aus der Region und nach traditonellem Handwerk hergestellt werden. Sie sind das Gegenteil von, ich nenne sie mal “anonymen Lebensmitteln”, von denen man nicht genau weiß, wie, womit und von wem sie produziert wurden. Regionale Lebensmittel dagegen schaffen Vertrauen und erfahren eine besondere Wertschätzung. Leider fehlt einem oft die Zeit, Spezialitäten in seiner Umgebung oder in anderen Teilen Deutschlands ausfindig zu machen. Dieser Aufgabe gehen jetzt Guerson und Sammy von foodieSquare nach. Nicht nur in Deutschland, in ganz Europa begeben sich die zwei “Foodies”, Essensliebhaber, auf die Suche. Sie besuchen Produzenten und Manufakturen, probieren regionale Spezialiäten, beratschlagen sich mit Slow Food, Chefköchen und Sommeliers. Nur hochwertige Produkte schaffen es auf ihren Online-Marktplatz foodieSquare. Hier sollen Produzenten und Foodies zusammen kommen. So erzählt etwa Georg Schenk in einem kleinen Video auf der Website von der Spezialitätenbrennerei August Rex in Dresden über den Apfel-Edelbrand Kaiser Wilhelm. Foodies können ihn bei foodieSquare einzeln bestellen oder sie entscheiden sich für eine so genannte Tasty Box, in der neben dem Apfel-Edelbrand weitere Spezialitäten zum Kennenlernen stecken, aus denen man ein Essen zubereiten kann.

Tasty Box im August: beste Produkte für Allgäuer Kässpatzn

Tasty Box im August: beste Produkte für „Allgäuer Kässpatzn“

Zum Testen haben uns Guerson und Sammy eine Tasty-Box zugeschickt. Zutaten für „Allgäuer Kässpatzn“ packen wir aus: eine Packung Spätzlemehl, zwei Flaschen Zwickel-Bier, 200 g Bergkäse, 32 Monate gereifter Schinken, ein Fläschchen Apfel-Edelbrand. Dazu ein Zettel mit dem Rezept und Informationen zu den jeweiligen Produkten. Es ist wie ein kleiner Schatz, den man da vor sich hat. Denn diese Produkte gibt es nicht im Supermarkt um die Ecke zu kaufen. Wo sie genau herkommen, das zeigt eine Deutschlandkarte auf der Rückseite des Rezeptes. Der Bergkäse kommt aus dem Allgäu vom Familienunternehmen „Oyfach guat“ der Familie Schmöge. Auch aus dem Allgäu: unfiltriertes, naturtrübes helles Zwickel-Bier aus der Haus-Brauerei Klier. Das Weizen-Dinkeldunst (Spätzlemehl) wird im mittelbadischen Ottersweier in der Zeller Mühle gemahlen und gemischt. Aus dem niedersächsischen Schinken-Museum F.W. Meyer stammt das Stück Schinken, vom Bentheimer Schwein und 32 Monate gereift. Der Apfel-Edelbrand „Kaiser Wilhelm“ wurde in der Dresdner Spezialitätenbrennerei aus der alten Apfelsorte Kaiser Wilhelm hergestellt. Die Produkte kommen also aus Nord-, Ost- und Süddeutschland. Sie werden in großen Paketen nach München zu FoodieSquare gebracht, wo sie dann in die Tasty-Boxen kommen und weiter verschickt werden. FoodieSquare erklärt, dass sie darauf achten würden, die CO2-Belastung pro Paket gering zu halten und in Zukunft Bäume gepflanzt werden sollen, um die CO2-Bilanz auszugleichen.

Essen ist fertig: „Allgäuer Kässpatzn“. Zum Nachtisch gibt es Schinken und

Essen ist fertig: „Allgäuer Kässpatzn“. Zum Nachtisch gibt es Schinken und Apfelbrand

Der Wissensdurst ist gelöscht. Jetzt geht es ans Rezept. Dafür besorgen wir nur noch Eier, Zwiebeln, Butter und Schnittlauch. Es bleibt uns überlassen, ob wir den Teig für die Kässpatzn mit dem Zwickel-Bier oder Mineralwasser zubereiten. Nach einem Probeschluck vom Bier sind wir so begeistert, dass wir es lieber zu den Spätzle genießen. Es schmeckt so mild und frisch. Kaum zu glauben, dass es einen Alkoholgehalt von 5 Prozent hat. Weiter zum Rezept: Es ist verständlich geschrieben und alles klappt. Für mich, die erst das zweite Mal überhaupt Spätzle zubereitet, sind die Blasen, die entstehen, als ich den Teig mit einem Kochlöffel schlage, die reinste Freude. Laut Rezept soll genau das passieren. Nach 20 Minuten Ruhezeit fallen die ersten Spätzle in das kochende Wasser und schwimmen nach ein paar Minuten oben. Mit geriebenem Bergkäse und gebratenen Zwiebeln kommen Sie auf den Teller und werden mit kühlem Zwickel-Bier und der Deutschlandkarte serviert. Es schmeckt uns hervorragend. Zwischendurch wandert der Blick immer wieder auf die Karte mit den Produktinfos. Zu wissen, wo sie herkommen und dass sie traditionell und mit viel Sorgfalt hergestellt wurden, macht das Essen noch besser. Jetzt sind wir gespannt auf den Nachtisch: „Den Schinken in hauchdünne Scheiben schneiden und auf Zimmertemperatur temperiert zusammen mit einem Stamperl (Schnapsglas) vom Kaiser Wilhelm Apfelbrand servieren.“ Ein etwas anderer Nachtisch. Mit dem Gedanken an die 32 Monate Reifezeit essen wir den Schinken nun auch ganz langsam. Dazu der gute Apfelbrand. Wir sind satt und selig.

Jeden Monat gibt es eine neue Tasty-Box auf foodieSquare. Im September dreht sie sich um das Thema Frühstück. Preis: ab 18,99 Euro.

Fotos: foodieSquare, Ina Lasarzik

Genussvoller Guerilla-Abend

Lustig, lecker und lang, so lässt sich mein Besuch bei den Kitchen Guerillas im Hamburger Restaurant Trific am treffendsten beschreiben. Dass die Abende der zwei Freestyle-Köche nichts mit konventionellen Restaurant-Besuchen gemein haben, wusste ich schon vorher. Doch wie unterhaltsam die Mischung aus ausgelassener Atmosphäre und kulinarischen Gags wirklich ist, hat mich dann doch überrascht.

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Interview mit Hendrik Haase von “wurstsack.blog”

In meiner Reihe über herausragende Foodblogs möchte ich diesmal Hendrik Haase vorstellen, der bereits seit 2006 unter dem klangvollen Namen “Wurstsack” als Blogger aktiv ist.

Hendrik, Jahrgang 1984, ist diplomierter Kommunikationsdesigner und beschäftigt sich schon seit langem mit ehrlichen, handwerklich hergestellten Lebensmitteln. Für den schriftlichen Teil seiner Diplomarbeit, die den Namen “Stadt Land Wurst” trägt, ist er dafür in die entlegensten Winkel Deutschlands gereist, immer auf der Suche nach guten, regionalen Spezialitäten und den Geschichten, die hinter ihnen stecken. Außerdem engagiert er sich in seinem Wohnort Halle für das Youth Food Movement, die Jugendorganisation von Slow Food, und gilt als offizieller Botschafter der nordhessischen Ahle Wurscht. Wie es zu all dem kam und warum die Wurst nicht am Anfang von allem stand, erzählt er im Interview.

Hendrik Haase, besser bekannt als "Wurstsack".

Hendrik Haase, besser bekannt als "Wurstsack".

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Einzigartig: die Burrateria

burrata

Burrata Gemüsevariation ist eines der Hauptgerichte in der Burrateria

Sie ist zart, sie ist cremig und leicht säuerlich – kein Zweifel, die Burrata ist die Königin der Filata-Käse. Gourmets von Apulien bis New York City schwärmen von diesem mozzarella-ähnlichen Wunderkäse. Die weltweit einzige Burrateria befindet sich jedoch nicht im Herkunftsland Italien, sondern in Hamburg Eppendorf – damit dies auch so bleibt, hat Betreiberin Eva Lierhaus den Namen international schützen lassen. Lesen Sie mehr